Terrassenüberdachung: Kosten, Ablauf & Fachbetriebe
Eine Terrassenüberdachung ist ein festes Dach über der Terrasse mit offenen Seiten. Bei deutschen Anbietern liegt der Richtwert bei etwa 300 bis 900 €/m², mit Glas eher am oberen, mit Polycarbonat eher am unteren Ende.
Meist ist die Überdachung an der Hauswand befestigt und steht vorne auf Pfosten. Das Dach hat ein leichtes Gefälle, eine Regenrinne und ein Fallrohr. So bleiben Sie bei Regen trocken, und Möbel und Polster können draußen stehen bleiben.
Ein geschlossenes Dach muss im Winter auch Schnee tragen. Deshalb wird die Konstruktion für die Schnee- und Windlast an Ihrem Wohnort berechnet. Die Glasstärke legt ebenfalls die Statik fest, nicht der Verkäufer.
Wenn Sie die Terrasse später vielleicht mit Glasschiebewänden schließen möchten, sagen Sie das schon bei der Planung. Dann lassen sich Fundament, Pfosten und Entwässerung so auslegen, dass die Wände später ohne Umbau passen. Mit Seitenwänden kann aus der Überdachung baurechtlich ein Wintergarten werden.
Was kostet terrassenüberdachung?
Richtwerte inkl. Montage, ohne Fundament und Genehmigungskosten, sofern nicht anders angegeben. Die tatsächlichen Kosten hängen von Größe, Glas, Material, Ausstattung und Region ab. Eine verbindliche Aussage liefert nur ein Angebot nach Aufmaß.
| Ausführung | Richtpreis |
| Aluminium-Überdachung mit Polycarbonat oder Glas, pro m² | 300–900 €/m² |
| Beispiel: 15 m² Terrassenfläche | 4.500–13.500 € |
So läuft terrassenüberdachung typischerweise ab
- Vor-Ort-Termin: Fläche messen, Hauswand und Untergrund prüfen, Ablauf für das Regenwasser festlegen.
- Auswahl von Eindeckung, Farbe und Zubehör wie Beschattung, Beleuchtung oder spätere Seitenwände.
- Statik für Schnee- und Windlast am Standort und Klärung, ob eine Genehmigung nötig ist.
- Punktfundamente für die Pfosten setzen.
- Wandanschluss montieren, Pfosten und Träger aufstellen, Dach eindecken.
- Rinne und Fallrohr anschließen, Funktion prüfen und gemeinsam abnehmen.
Welches Material passt?
Eine Überdachung hängt an der Hauswand und muss bei Sturm und Schnee sicher halten. Dafür braucht es eine passende Befestigung, ausreichend tiefe Fundamente und eine Statik für Ihren Standort. Ein Fachbetrieb achtet außerdem auf das richtige Gefälle und einen dichten Wandanschluss, damit kein Wasser an der Fassade herunterläuft.
Brauche ich für eine Terrassenüberdachung eine Baugenehmigung?
Das hängt von Größe, Lage und Bundesland ab. Offene Überdachungen sind in vielen Ländern bis zu einer bestimmten Fläche verfahrensfrei. Abstand zum Nachbarn und Bebauungsplan gelten trotzdem. Sobald Seitenwände dazukommen, gelten oft die strengeren Regeln für Wintergärten. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Baugenehmigung.
Glas oder Polycarbonat?
Glas bleibt klar, hält länger und ist bei Regen leiser. Polycarbonat ist leichter und günstiger. Wer oft unter dem Dach isst oder sitzt, ist mit Glas meist zufriedener.
Wird es unter einem Glasdach zu warm?
In der Mittagssonne ja. Eine Markise über oder unter dem Dach schafft Schatten. Gegen tief stehende Sonne am Morgen und Abend helfen Senkrechtmarkisen an der Seite.
Welche Dachneigung braucht das Dach?
Das Dach braucht Gefälle, damit Regen abläuft und Schnee abrutschen kann. Die Mindestneigung gibt der Hersteller für sein System vor. Zu flache Dächer neigen zu stehendem Wasser und Schmutz.
Kann ich die Überdachung später zum Sommergarten erweitern?
Oft ja, wenn das in der Statik von Anfang an eingeplant war. Geschlossene Seiten bieten dem Wind viel Fläche. Ob eine vorhandene Konstruktion das trägt, muss ein Statiker prüfen.
Wie pflege ich die Überdachung?
Halten Sie Rinne und Fallrohr frei von Laub. Das Dach reinigen Sie mit Wasser, mildem Reiniger und einer weichen Bürste an der Teleskopstange. Betreten Sie das Glasdach nicht.
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